Kloster Tegelen

Der Trappisten Orden

Die Trappisten gehören zum Orden der Zisterzienser der strengen Observanz, deren Ursprung auf das gegen Ende des 11. Jh. in Burgund gegründete Kloster Cîteaux zurückgeht. Diese Mönche folgten der Regel des Heiligen Benedikt aus dem 6. Jh. Historisch betrachtet berufen sie sich auf die Abtei Notre Dame de la Trappe in der Normandie, von der sich auch ihr Name herleitet. Der Ursprung der Bier brauenden Trappisten geht auf eine Reform zurück, nach der den Mönchen der Konsum des regionalen Getränks erlaubt war, wenn sich das örtliche Wasser als ungenießbar erwies. In unseren Gegenden hatten sie bei den Getränken die Wahl zwischen fettarmer und Buttermilch oder Bier.

Die Brautätigkeit der belgischen Trappisten stammt aus relativ neuer Zeit. Zu Anfang des 20. Jh. waren die Trappistenbiere so erfolgreich, dass man sie zahlreich nachahmte, doch seit 1962 unterliegt das Trappistenbier dem gesetzlichen Namensschutz. Es muss verschiedene Bedingungen erfüllen, es muss unter Aufsicht von Mönchen aus dem Orden der Trappisten innerhalb eines Klosters gebraut worden sein.

In Belgien gibt es 12 Trappistenklöster, 6 für Mönche und 6 für Nonnen. Davon betreiben 6 eine Brauerei: 2 in Flandern (Westmalle und Westvleteren) und 3 in der Wallonie: in Chimay, Orval und Rochefort, und 1 im flämischen Grenzgebiet zu den Niederlanden: Achel Kluis.
Außerhalb Belgiens gibt es nun zwei Klöster in den Niederlanden gegeben, nämlich Notre-Dame des Koningshoeven, das die Brauerei «De Schaapskooi» betreibt und das Trappistenkloster in Zundert der Abtei Maria Toevlucht.
Nun wird auch seit 2012 in Österreich im Stift Engelszell Trappistenbier gebraut.
Und in Rom Italien ist seit Anfang Mai 2015 Tre Fontane ein neues Trappistenbier hinzugekommen. Auserdem ist die Spencer Brauerei in der St. Joseph's Abbey mit dem ATP Label ausgezeichnet worden und darf sich nun der Herstellung von Trappistenbier widmen.


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Trappistenbier